Ein paar Worte zu mir…

Nach meinem Leitsatz

„Mens Sana in corpore sano – ein gesunder Geist in einem gesunden Körper“

habe ich meine Praxis aufgebaut.

Ich heiße Michael Nerschbach, bin Jahrgang 1971 und pensionierter Soldat.

Meine Geschichte beginnt 1991. Am 03.10.1991 (an meinem Geburtstag) wurde ich von der Bundeswehr in den Sanitätsdienst eingezogen. Während meiner Dienstzeit verpflichtete ich mich als Zeitsoldat auf 4 Jahre, 8 Jahre später auf 12 Jahre und wurde schließlich in das Dienstverhältnis eines Berufssoldaten übernommen.  Während meiner Dienstzeit absolvierte ich viele Aus- und Fortbildungen und wurde 2000 als Rettungsassistent ausgebildet. Im darauffolgenden Jahr ging es in meinen ersten Auslandseinsatz nach Bosnien. Es folgten 4 weitere Auslandseinsätze in Usbekistan, Bosnien, Georgien/Abrasien und Afghanistan. In allen Einsätzen war ich als Rettungsassistent im Einsatz. In allen Einsätzen habe ich viel Gastfreundschaft erlebt, aber auch Gewalt, und Anschläge….

Während des Karfreitagsgefechts 2010, war ich als Rettungsassistent in der PECC in Mazar-e-Sharif eingesetzt. Hier verloren drei Kameraden ihr Leben. Heute glaube ich, dass dieser Moment entscheidend zu meiner späteren Krankheit beigetragen hat.

Als ich im Herbst 2010 wieder nach Deutschland kam, erhielt ich die Diagnose: „Trauma“. Ich veränderte mich. Ich zog mich völlig von meiner Frau und meinen Kindern zurück, es gab nur noch Streit. Sie verstanden nicht was mit mir los war, warum ich mich so verändert hatte. Die Familie zerbrach. Jahrelang lebte ich mit einer Krankheit, die ich selbst nicht verstehen konnte. Bis ich die Diagnose: „Posttraumatische Belastungsstörung“ bekam.

Ein typisches Symptom der PTBS ist, dass Betroffene die Situation immer wieder erleben – zum Beispiel in Form von Flashbacks. Gleichzeitig wirken Betroffene gegenüber ihrem Umfeld oft emotional abgestumpft und gleichgültig. Hinzu können Schlafstörungen, Reizbarkeit und Konzentrationsprobleme, erhöhte Wachsamkeit und ausgeprägte Schreckhaftigkeit kommen.

2014 wurde ich aus gesundheitlichen Gründen pensioniert. Bereits während meiner Dienstzeit habe ich viele Therapien gemacht und stationäre Aufenthalte in Krankenhäusern und Kliniken verbracht. Nach acht Jahren in der PTBS-Therapie habe ich festgestellt, dass Reden helfen kann.  Acht sehr schwere Jahre, in denen ich gelernt habe, über meine Gefühle und Erlebnisse zu sprechen. Das wichtigste für mich ist, ich habe nicht aufgegeben, ich habe gekämpft und zurück ins Leben gefunden.

Ohne einen gesunden Geist, geht es dem Körper nicht gut. Da der Mensch immer als Ganzes zu sehen ist, habe ich mich 2018 zu einer Weiterbildung zum Heilpraktiker Psychotherapie entschieden. (Die Prüfung konnte ich aufgrund von Corona im März 2020 leider nicht ablegen, sie wird voraussichtlich im Herbst 2020 stattfinden und ich darf bis dahin als psychologischer Berater tätig sein). Ich möchte Menschen helfen, die Welt mit anderen Augen zu sehen und sie dabei unterstützen, zu einer positiveren Lebensweise zu finden/zurück zu finden. So arbeite ich seit Juni 2020 als psychologischer Berater in meiner eigenen Praxis.

Mein neuer Weg sieht u.a. vor, betroffenen Kameraden und Veteranen zu helfen.

Wenn Du Soldat, Veteran, Polizist, Rettungshelfer oder in einem medizinischen Beruf tätig bist und berufsbedingte Überbelastungen verarbeiten und körperliche und psychische Gesundheit wiederherstellen oder stärken möchtest, begleite ich Dich mit all meinem Wissen und Können dabei. Meine eigene Geschichte zeigt, dass man trotz Krise zu einem normalen Leben zurückfinden kann.

 

Qualifikationen
  • zertifizierter Psychologischer Berater – VFP
  • Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie (Prüfung wurde wegen Corona verschoben)
  • EMDR Coaching
  • Burnout- und Stresspräventionsberater
  • Gesprächstherapie nach Rogers
  • Mental Coach
  • Personal Trainer
  • Ernährungsberater
  • Entspannungspädagoge
    • Stressmanagement-Trainer
    • Kursleiter progressive Muskelentspannung
    • Kursleiter autogenes Training
  • Ausbildung zum Rettungsassistent